Trendhouse Stories - Michele Cammarata

Michele Cammarata - Piano La Bottega

Heute ist Michele bei uns zu Gast. 

Nach 13 Jahren Versicherungen und Finanzdienstleistungen ist der gebürtige Lörracher mit italienischen Wurzeln in der Gastronomie gelandet und verkauft nun Essen aus seinem Heimatland. 

 

Trendhouse:  Michele, schön dass Du bei uns zu Gast bist. Uns interessiert zunächst natürlich: Wie kam es zu Deiner tiefgreifenden beruflichen Veränderung? 

 

Michele:  Da spielen einige Faktoren zusammen. Wichtig war für mich aber,  dass die Inhalte meines früheren Berufs für mich oft negativ behaftet waren. Ein Beispiel: Du brauchst eine Haftpflichtversicherung, wenn Du etwas kaputt gemacht hast. Ich hab dann irgendwann gesagt: Ok eine Veränderung muss her. Danach kam irgendwie eins zum anderen. Wir konnten den Laden neben unserer Espressobar übernehmen und unser Feinkostgeschäft als eine Erweiterung eröffnen. 

 

Trendhouse:  Jetzt sprichst Du die ganze Zeit von WIR … 

 

Michele:  Damit meine ich meine Familie. Wir sind ein klassischer Familienbetrieb. Meine Eltern betreiben das Café und ich das Feinkostgeschäft. Beide Geschäfte funktionieren super zusammen.   

 

Look 1: Hemd mit Print und weißes Basic-Shirt von Review kombiniert mit einer sommerlichen Leinen-Shorts von Nowadays und einem Gürtel von Diesel.

Trendhouse:  Ihr deckt damit ein umfangreiches Angebot ab. Welche Rolle spielt für Dich der Begriff Qualität? 

 

Michele:  Für uns ist das ein sehr wichtiges Kriterium. Aber für mich kommen auch Ehrlichkeit und Fairness der Produkte dazu. Das zieht sich von der Herstellung, über die Verpackung, bis hin zum eigentlichen Produkt.

 

Trendhouse:  Andere Frage. Ein wichtiger Begriff im Einzelhandel und der Gastronomie: Optik. Welchen Wert legst Du auf die Präsentation Deiner Produkte und Deines Ladens? 

 

Michele:  Wir achten darauf, dass immer das Produkt im Vordergrund steht. Wir können keine hochwertigen Produkte verkaufen, wenn sie nicht adäquat präsentiert sind. Präsentation ist sicher nicht alles, aber  wenn sie nicht stimmt, bekommst Du das beste Produkt der Welt nicht verkauft. Das könnt Ihr sicher bestätigen. 

 

Trendhouse:  Da hast Du Recht. Nun interessiert uns aber Deine Person bzw. dein Verhältnis zur Mode. Du hast früher Versicherungen verkauft, heute verkaufst Du Espresso und das, wie du sagst, beste Essen der Welt. Beide Bereiche unterscheiden sich doch schon sehr. Würdest Du sagen, dass sich analog dazu Dein Stil auch verändert hat? 

 

Michele:  Ja auf jeden Fall. Fairerweise muss ich aber auch sagen, dass ich bereits in meinen letzten Jahren im Versicherungsbereich schon mehr und mehr mein eigenes Ding gemacht habe. Ein Hemd und / oder eine Krawatte entscheiden nicht, ob jemand bei Dir eine Versicherung abschließt. Es hat vielmehr mit fachlichen Kompetenzen zu tun. Aber klar, jetzt im Geschäft trage ich andere Kleider als früher.

Look 2: Jeans mit Waschung und ein blaues T-Shirt von Scotch & Soda, Hemd mit Stehkragen von Nowadays, dazu die sommerliche Jacke mit Kapuze von Review

Trendhouse:  Und wie würdest Du Deinen aktuellen Stil beschreiben?

 

Michele:  Ich trage das, was mir gefällt. Mal eine ganz normale Straight-Jeans, mal eine, die breiter geschnitten ist. Mal ein T-Shirt, mal ein Polo-Shirt und ab und an auch mal ein Hemd. Da bin ich völlig frei. Ich muss mich wohlfühlen und es muss zu meiner Arbeit passen. Es sähe komisch aus, wenn ich morgen in Hemd und Sakko hinter der Wursttheke stehe und Mortadella verkaufe. 

 

Trendhouse:  Da könntest Du Recht haben, wobei das mal etwas anderes wäre. Nun eine andere Frage: Hast Du ein Lieblingskleidungsstück, das Du zu vielen Anlässen trägst? 

 

Michele:  Ich trage sehr oft Mützen. Und Bart. Ich trage Bart. Immer! 

 

Trendhouse:  Nun eine ganz andere Frage. Hast Du bestimmte Marken,  die Du präferierst? 

 

Michele:  Nicht wirklich. Ich halte es da ähnlich wie in meinem Geschäft. Die Qualität muss stimmen. Der Name, der irgendwo auf dem T-Shirt steht, ist mir eigentlich egal. 

 

Trendhouse:  Das ist nun eine gute Überleitung zu unserer nächsten Frage. Du bist selber im Einzelhandel tätig. Uns interessiert deine Antwort deswegen natürlich sehr. Was gefällt Dir am Trendhouse? 

 

Michele:  Da muss ich etwas ausholen. Grundsätzlich finde ich, dass bei Euch einfach eine angenehme und ungezwungene Atmosphäre herrscht und man freundlich im Laden empfangen wird. Außerdem fühlt es sich für mich, der ebenfalls im Einzelhandel tätig ist, einfach nicht richtig an, stationär zu arbeiten und online zu kaufen. Man muss sich gegenseitig unter die Arme greifen. Wenn ich Pullis brauche, gehe ich an meinem freien Montag nicht ins Internet. Ich gehe viel lieber in die Stadt, unterstütze den lokalen Einzelhandel und habe gleichzeitig noch ein schönes Einkaufserlebnis.

 

Trendhouse:  Es kam nun auf Umwegen schon raus, was macht das Trendhouse für Dich besonders? 

 

Michele:  Man kann bei seinem Einkauf Musik hören, die mir bei Euch sehr gut gefällt, und nebenbei entspannt einen Kaffee trinken. Klar, mir wäre es  natürlich lieber, wenn Eure Kunden zu mir zum Kaffeetrinken kommen würden, aber... Spaß bei Seite. Bei Euch herrscht einfach eine gewisse Leichtigkeit, so dass ich gerne zu Euch zum Einkaufen komme.